Glocke„Es läuten alle Glocken, / sie läuten nah und fern …“ – so beginnt ein bekanntes Lied aus der „Pfälzer Kindermesse“. Und weiter: „Sie rufen uns zur Kirche, / wir Kinder kommen gern.“ Leider ist das im Augenblick und in absehbarer Zeit nicht mehr möglich.

Der Generalvikar des Bistums Münster schreibt allen Gemeinden: „Da sich die Menschen derzeit nicht mehr zu Gottesdiensten versammeln können, schließen wir uns im Bistum Münster einer Idee aus dem Erzbistum Köln an, die mittlerweile auch im Erzbistum Paderborn aufgegriffen worden ist. Bis zum Mittwoch der Karwoche läuten täglich um 19.30 Uhr im Bistum Münster die Glocken. Das Geläut lädt zum persönlichen Gebet ein und soll – über alle räumliche Trennung hinaus – ein Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft sein.“  Alle Gläubigen sind eingeladen, täglich um 19.30 Uhr für einen Augenblick innezuhalten und sich der Verbundenheit mit den Mitchristen zu erinnern und ihrer sowie aller vom Corona-Virus Betroffenen im Gebet zu gedenken.

In der Pfarrei St. Viktor beginnt dieses symbolische Zeichen am Sonntag, dem 22. März – nämlich auf den Tag genau 75 Jahre nach jenem 22. März 1945, als auch die letzten noch verbliebenen Glocken der Stadt- und Marktkirche infolge der Bombardierungen am Vortag für immer verstummt waren. Darüber hinaus bleiben die Kirchen in Stadt und Land nach Möglichkeit weiterhin zum persönlichen Gebet geöffnet.