2021 fand das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ statt. Viele Veranstaltungen und Ausstellungen mussten auf Grund der Corona-Pandemie ausfallen bzw. verschoben werden.

So kommt es auch, dass die von der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster konzipierte Ausstellung über jüdisches Leben im Münsterland erst in diesem Jahr nach Dülmen kommen wird, und zwar vom 5. Mai bis 3. Juni.

Der Bezug zu Dülmen liegt dabei auf der Hand, wird doch auch die Geschichte der Familie Leeser aus Dülmen vorgestellt. Diese wird auch zusätzlich in einer Begleitbroschüre, die von der NRW-Stiftung gefördert wird, vorgestellt und ist gegen eine Schutzgebühr von einem Euro erhältlich.

Das Besondere an dieser Ausstellung: Als Fläche zur Darstellung der Geschichten aus den einzelnen Städten des Münsterlands dienen alte Türen, die von einzelnen Gruppen ganz individuell gestaltet wurden. Für die Dülmener Tür zeichnet dabei die Hermann-Leeser-Schule in Kooperation mit dem Stadtarchiv und dem Heimatverein verantwortlich. 

Gezeigt wird die Türenausstellung in der Viktorkirche. Neben der Ausstellung haben die Stadt Dülmen, die Hermann-Leeser-Schule, der Heimatverein Dülmen e.V. und die Kirchengemeinde St. Viktor ein Begleitprogramm >>> aus Vorträgen, Workshops, Rundgängen, Kunstaktionen und mehr erarbeitet. Diese Veranstaltungen finden im sowohl im einsA wie auch in der Kirche statt.

Bei der Ausstellung und dem Begleitprogramm soll das jüdische Leben in seiner Gesamtheit in den Blick genommen werden, also auch die Zeit vor dem Nationalsozialismus seit Beginn des dokumentierten jüdischen Lebens in Dülmen 1551. Für das „Türen-Team“ äußert Dr. Andrea Peine von der Hermann-Leeser-Schule den Wunsch aller Beteiligten: „Wir hoffen, dass die Ausstellung als ‚Türöffner‘ dienen wird, damit durch die Türen neue Einblicke in das jüdische Leben in Dülmen und im Münsterland gewonnen werden können.“ Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, ergänzt: „Hier in Dülmen schaffen Schülerinnen und Schüler, Mitglieder des Heimatvereins und der Kirchengemeinde eine lebendige Erinnerungskultur. Ihre gemeinsame Spurensuche verdient Anerkennung und Unterstützung. Hierbei hilft die NRW-Stiftung sehr gerne.“  

Die Ausstellung wird am 5. Mai eröffnet und wird bis  zum 3. Juni zu sehen sein. 

Foto: Dr. Andrea Peine