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Der Peru-Kreis besucht Projekte in Peru

Rebecca KuestersPeru ist ein Land atemberaubender Natur, vielfältiger Kulturen und lebensfroher Städte - aber leider auch ein Land bitterer Armut. Besonders in den ländlichen Gegenden und am Rande der Städte ist dies kaum zu übersehen: Zehnköpfige Familien leben in kleinsten Wellblech- oder Lehmhütten, oft zusammen mit den wenigen Nutztieren die ihre wertvollsten Besitztümer sind.

Mit einem Blick auf unseren Lebensstandard in Deutschland muss man sich fragen: Welche Chance haben grade die Kinder, wenn sie unter solchen Umständen aufwachsen? Wenn sie statt in die Schule zu gehen ihren Eltern auf dem Feld helfen müssen, um überhaupt etwas zu essen zu bekommen? 

Diese Frage hat die Gemeinde St. Joseph sich schon im Jahr 1981 gestellt – und als Antwort darauf den Peru-Kreis gegründet. Seit etwa 30 Jahren werden so durch Aktionen wie das Literaturcafé oder den Weihnachtsbasar Spenden gesammelt, um zwei Projekte in den ärmsten Gegenden Perus zu unterstützen: Eine Suppenküche in der Tablada, einer Gemeinde in den Slums von Lima, und die Mission einer Schwesternschaften in Caraveli, durch die alltägliche, aber wichtige Dinge wie Medikamente, Schulmaterialien und Schuhe in die entlegensten Dörfer der Anden gebracht werden. 

Nachdem die Großzügigkeit der Gemeindemitglieder von St. Joseph diese Projekte über all diese Jahre am Leben gehalten hat, ist es an der Zeit, sich persönlich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. 

Im Juli diesen Jahres wird Peru-Kreis-Mitglied Rebecca Küsters nach Peru reisen und die Tablada bei Lima sowie die Schwestern in Caraveli besuchen. Über ihre Erfahrungen mit der peruanischen Kultur im allgemeinen und bei unseren Projekten im speziellen wird sie hier im Blog sowie aus Caraveli auf www.bischof-friedrich-kaiser.de berichten. 

Rebecca Küsters unterwegs in Peru

Info vom 6. September 2018

Rebecca KuestersRebecca Küsters aus Dülmen war in diesem Sommer in Peru untrwegs, um die vom Perukreis unterstützten Projekte zu besuchen.
Auf Radio Kiepenkerl durfte sie von ihren Eindrücken berichten.

Mitschnitte von www.radiokiepenkerl.de:


Peru - ein Land, das begeistert und berührt – Teil 2

Bericht aus Tablada vom 8. Juli 2018

 

Was kommt ihnen zuerst in den Sinn, wenn sie “Peru” hören? Machu Picchu? Die Nazcalienen? Oder ein Bild von bunten Vögeln zwischen Lianen und Jahrhunderte alten Bäumen im dichten Urwald? 

Stimmt - aber das kann doch noch nicht alles sein. Um zu erfahren, was das Land Peru noch ausmacht, habe ich die gefragt, die es wissen müssen: Die Peruaner. 

Dieser Text ist Teil einer Mini-Serie, in der ich wiedergebe, was die Peruaner an ihrem Land begeistert, berührt und enttäuscht.

 

ChristelGeografieChristel, 31, Hostel-Mitarbeiterin in Mancora. “Was ich mit Peru verbinde? Neben dem Ort, an dem meine ganze Familie zuhause ist, ist es ein Land reich an Natur. Es gibt fruchtbare Flüsse,  mineralhaltige Gebirge und viele verschiedene Tierarten.”

 

An einem Tag im Hochgebirge wandern, dann an der Küste entspannen bevor es in den tiefsten Regenwald geht - all das ist in Peru möglich. Mit seiner Fläche von 1,285,215.6 km2 (was größer ist, als Spanien und Frankreich zusammengenommen) umfasst es drei sehr unterschiedliche Vegetationszonen: Die wüstenähnliche Küstenregion, das Hochland mit seinen Gletschern und Felsen, und den Amazonas- Regenwald.

Weiterlesen: Peru - ein Land, das begeistert und berührt – Teil 2

Peru - ein Land, das begeistert und berührt – Teil 1

Bericht aus Tablada vom 5. Juli 2018

 

Was kommt ihnen zuerst in den Sinn, wenn sie “Peru” hören? Machu Picchu? Die Nazcalienen? Oder ein Bild von bunten Vögeln zwischen Lianen und Jahrhunderte alten Bäumen im dichten Urwald? 

Stimmt - aber das kann doch noch nicht alles sein. Um zu erfahren, was das Land Peru noch ausmacht, habe ich die gefragt, die es wissen müssen: Die Peruaner. 
Dieser Text ist Teil einer Mini-Serie, in der ich wiedergebe, was die Peruaner an ihrem Land begeistert, berührt und enttäuscht.

 

RogerHochkulturenRoger, 45, Touristenfuehrer in Trujillo. “Peru ist das Land, in dem ich geboren und aufgewachsen bin. Vor allem ist es aber auch ein Land in dem eine Vielzahl verschiedener Völker zusammenleben.

… und das nicht erst seit kurzem. Über Jahrtausende hinweg war das Land von unzähligen verschiedenen Völkern besiedelt. Der bekannteste Stamm waren wohl die Inca, die vielen Menschen durch ihre spektakulären Tempelbauten auch heute noch bekannt sind. Doch nach und auch lange vor ihnen entstanden und fielen viele weitere Hochkulturen, unter anderem die Chimu, Huari und die Moche, deren Tempel und Dörfer heute nach und nach vor allem an der Küste ausgegraben werden. 

Als der Spanier Francisco Pizzaro im Jahr 1532 Südamerika erreichte, änderte sich das Erscheinungsbild Perus: Um das Land für König Karl I zu beanspruchen und die dort lebenden Völker zum Katholizismus zu konvertieren, führten sie zahlreiche erbitterte Kämpfe, vor allem gegen die Inka. Nachdem diese durch die Enthaupung ihres Königs im Jahre 1533 besiegt waren, wurden die Überlebenden des Stammes als Arbeitskraft zum erbauen der christlichen Missionen genutzt, in denen sie anschließend mit den Spaniern lebten und zu 'zivilisierten Gläubigen' erzogen wurden. 

Nicht nur an den Überresten dieser Missionsgebäude sind die Auswirkungen der Kolonialherrschaft auch heute noch erkennbar. Wohl am offensichtlichsten ist die Sprache: Fast 84 Prozent der Peruaner sprechen heute Spanisch. Allerdings sind auch die beiden indigenen Sprachen Quechua (13,2 Prozent) und Aimar (1,8 Prozent) weit verbreitet. Zudem ordnet sich ein Großteil der Bevölkerung der katholischen Kirche zu, genauer gesagt etwa 80 Prozent. 14 weitere Prozent sind Protestanten und zwei Prozent ordnen sich einer anderen Religion zu.

Weiterlesen: Peru - ein Land, das begeistert und berührt – Teil 1