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Bischof Kaiser auf dem Weg zur Seligsprechung

Info vom 29. September 2018

 

Auf dem Weg zur SeligsprechungAm Freitag, 28. September 2018, war es so weit: der Kanonisierungsprozess zur Vorbereitung der Seligsprechung von Friedrich Kaiser, dem aus Dülmen stammenden Herz-Jesu-Missionar und ersten Bischof von Caravelì, wurde offiziell eröffnet. Dazu fand um 11.00 Uhr (Ortszeit Dülmen: 18.00 Uhr) im Priesterseminar von Lima ein kleiner Festakt statt, den der zuständige Erzbischof, Kardinal Juan Luis Thorne, leitete. 

Nachdem die Anwesenden zunächst den Heilig-Geist-Hymnus „Veni Creator Spiritus“ anstimmten, wurden das einschlägige Dekret der vatikanischen Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsverfahren sowie die Konstitutionen des künftigen „Tribunals“ verlesen. Das „Tribunal“, deren Mitglieder offiziell ernannt und vor Kreuz und Bibel vereidigt wurden, wird das weitere Untersuchungsverfahren in der „Causa Kaiser“, zumal die Vernehmung von Zeugen, kritisch begleiten. Schwester Maria Inmaculata von der (durch Kaiser gegründeten) „Gemeinschaft vom lehrenden und sühnenden Heiland“ stellte eine Liste der demnächst zu vernehmenden rd. 50 Zeugen vor, die Bischof Kaiser erlebt und gekannt haben.


Foto: https://arzobispadodelima.org

Vatikan genehmigt Seligsprechungsprozess

Info vom 16. Juli 2018

Genehmigung SeligsprechungsprozessGute Nachrichten aus Rom: Kardinal Angelo Amato, Präfekt der vatikanischen „Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse“, hat am 27. Juni 2018 in einem Schreiben an den Erzbischof von Lima, Juan Luis Kardinal Cipriani Thorne, die offizielle Genehmigung zur Führung eines Seligsprechungsverfahrens für Bischof Friedrich Kaiser erteilt. Nachdem seit 2010 auf diözesaner Ebene der sogenannte „Informativprozess“ vorangetrieben wurde, nimmt die Angelegenheit jetzt eine wichtige Hürde. Friedrich Kaiser, geboren 1903 in Dülmen, wanderte 1939 als Herz-Jesu-Missionar nach Peru aus. „Hier wollte er ganz bewusst ‚an die Ränder‘ gehen, wie Papst Franziskus sagen würde“, erläutert der Dülmener Pfarrer Markus Trautmann. So schien es fast folgerichtig, dass Kaiser ab 1957 der erste Leiter der Prälatur von Caraveli in den Hochanden wurde. Hier gründete er die „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“, eine Gemeinschaft von Seelsorgeschwestern „für die Verlassensten“, so der Anspruch Kaisers. 1963 erhielt Friedrich Kaiser in der Viktorkirche in Dülmen durch Bischof Joseph Höffner die Bischofsweihe. Er verstarb vor 25 Jahren, am 26.Septemer 1993, in Lima. Schwester Inmaculata, Mitglied der von Kaiser gegründeten Gemeinschaft und seit langem mit der „Causa Kaiser“ befasst, freut sich: „Nun bitte ich um Ihren Segen  und das tägliche Gebet, damit wir bald ein Datum für den ofiziellen Anfang bekommen können.“ Danach, so führt die Ordensfrau in einem Brief an die Dülmener Kirchengemeinde St. Viktor aus, werde ein „Tribunal“ gebildet, das dann die Bestellung und Anhörung von Zensoren, Experten und Zeitzeugen aufnimmt. Damit soll das heiligmäßige Leben Friedrich Kaisers und der vorbildliche Charakter seines Wirkens untersucht werden. Auch wenn jetzt neue Aufgaben und Herausforderungen auf den Orden zukommen, kann Schwester Inmaculata dennoch sagen: „Ich bin sehr glücklich. Mit Gottes Hilfe und großem Vertrauen gehe ich weiter. Ich weiß, meine Mitschwestern und viele Menschen begleiten diese Arbeit.“

 

Mit der Bahn auf den Spuren Friedrich Kaisers

In diesem Sommer, am 26. September 2018, jährt sich zum 25. Mal der Todestag des aus Dülmen stammenden Missionsbischofs Friedrich Kaiser. Dieser anstehende Gedenktag war Anlass, sich auf „Spurensuche“ zu begeben, um diesen großen Glaubenszeugen näher kennen zu lernen – und zwar mit der Bahn, so wie Friedrich Kaiser 1919 seine Heimatstadt verließ. Am Samstag, dem 9. Juni, war es so weit …

 

Teilnehmer vor dem MissionshausZwar fährt unser Zug ab Dülmen an diesem Samstagmorgen erst um 9.01 Uhr, doch schon um 8.30 Uhr treffen wir uns auf dem Bahnhofsvorplatz. Die Gruppe ist nicht ganz komplett: einige ältere Damen, die nicht gut zu Fuß sind, haben sich vorsichtshalber schon direkt zum Bahnsteig begeben; Pater Charly kommt etwas später, da er noch die Morgenmesse in St. Viktor feiert. Insgesamt werden wir 24 Personen sein. 

Heute wollen wir jenem Streckenverlauf bzw. jenem Lebensabschnitt von Friedrich Kaiser nachspüren, der ihn nach dem Ersten Weltkrieg von Dülmen nach Hiltrup führte. Zum Jahresende 1918 hatte er seine Bürostelle in der Dülmener „Eisenhütte Prinz Rudolf“ gekündigt, um endlich, nach entsprechender Vorbereitung durch einen Dülmener Geistlichen, das Gymnasium der Herz-Jesu-Missionare besuchen zu können. Denn er wollte ja Priester werden. „Herr Kaiser hätte sicherlich mit bestem Erfolg seine Lehre beendet, er verlässt uns aber, um eine höhere Schule zu besuchen und diese zunächst zu absolvieren“, so hieß es im Referenzschreiben der Betriebsleitung der Eisenhütte. Und dann war es so weit: Am 3. Januar hatte er seinen Wohnsitz in Dülmen offiziell  abgemeldet; am 6. Januar, dem Dreikönigstag, trat er die Fahrt nach Hiltrup an. 


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Auf den Spuren von Friedrich Kaiser

Am dritten Freitag nach Pfingsten feiert die Liturgie der Kirche das Hochfest „Heiligstes Herz Jesu“. Auf die Spuren der Herz-Jesu-Missionare bzw. des Herz-Jesu-Missionars Friedrich Kaiser führt ein Reisebericht von einer Tour nach Hamm, Werl und Oeventrop.

 

OeventropEs ist noch dämmerig, als ich die Wohnung verlasse und die Haustür abschließe. Der starken Regen des frühen Morgens hat gerade erst aufgehört, als ich das Haus verlasse. Jetzt dampft die Feuchtigkeit über der Straße, es ist merkwürdig warm, und schon jetzt liegt eine unangenehme Schwüle in der Luft. Durch das noch ruhende Städtchen radle ich zum Bahnhof, vorbei an noch ausgeschalteten Ampeln. Um 5.59 Uhr geht der Zug nach Münster.

Zwar sind die Abteile gut besetzt, doch keiner der Berufspendler spricht ein Wort, es herrscht fast andächtige Stille, manche dösen, andere schauen aufs Smartphone oder blättern in der Zeitung. Ein junger Mann führt mit faszinierender Ruhe und sanfter Stimme eine „Fahrgasterhebung“ durch, geht durch den Gang, spricht stichprobenweise die Passagiere an, auch mich, und lässt sich die Tickets zeigen, fragt nach dem Woher und Wohin und sogar nach dem Warum der Fahrt. Ich antworte: Freizeit! Doch in Wirklichkeit erwarte ich allerhand von diesem Tag, habe mir wieder mal vorgenommen, die Spuren Friedrich Kaisers aufzunehmen. 


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Ein Pfingstausflug. Auf den Spuren von Friedrich Kaiser

Oder: Eine Reise in die Vergangenheit

Heute: Kleve / Reisebericht von Markus Trautmann, Pfingsten 2018

PfingstenGerade durfte ich in St. Viktor einen Festgottesdienst mit Weihrauch, Fahnen und kraftvollen Gesängen feiern – und schon wartet wieder die Tristesse. Der Dülmener Bahnsteig ist menschenleer, am Pfingstsonntag in der Mittagszeit. Die Sonne sticht wie im Hochsommer, am Horizont flimmern die Gleise. Heute soll es nach Kleve gehen: Auch dieser Ort am Niederrhein ist eine Station auf dem Lebensweg Friedrich Kaisers. 

Nachdem sich der Zug in Bewegung gesetzt hat, stelle ich mich ans Fenster des Fahrradabteils und suche die Landschaft in Richtung Stadt ab. Für nur wenige Sekunden erfasse ich jenen Blick auf die Kreuzkirche, den rd. 80 Jahre zuvor Kaiser selbst in einem Brief an auswärts lebende Verwandte beschrieben hat. „Und sonst: Im Westen nichts Neues!“, so die lakonische Formulierung vom 28. Oktober 1937. „Die Kirche in Dülmen ist bis zum Dach gediehen, wie ich öfters von der Strecke Dülmen-Recklinghausen aus sehe. Wenn man kurz vor Wewerink ist, sieht man den Bau sehr gut. Zu Pfingsten etwa soll sie fertig sein.“

Heute ist Pfingsten. Die Lesung der Pfingstliturgie des Vorabends sprach von der babylonischen Sprachverwirrung. Dagegen betonen die Texte vom Sonntag, etwa in der Laudes, deren Überwindung: „In vielen Sprachen verkünden die Apostel Gottes große Taten.“ Und: Gott heiligt seine Kirche „in allen Völkern und Nationen.“ Wie auch immer – ob babylonische Sprachverwirrung oder Eintracht im selben Geist: Zwischen Haltern und Marl verlässt der Bahnreisende die behagliche Überschaubarkeit der münsterländischen Parklandschaft und taucht ein in die mulikulturelle und damit vielsprachige Welt des Ruhrgebiets. Die Menschen, die hier zu- und bald schon wieder aussteigen, die vielen Wartenden an den Bahnsteigen (völlig anders als eben noch in Dülmen), ihr Sprechen und Gestikulieren, die fremden Klänge und exotischen Wortfetzen aus dem Smartphone: irritierend und faszinierend zugleich. Doch zwischen Krefeld und Kempen wird man wieder ausgespuckt aus diesem sozialen Schmelztiegel, fährt durch das maiengrüne weite niederrheinische Land Richtung Holland, durch Wiesen und Felder.

 

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Aus dem Münsterland in die Anden

Bericht aus dem Viktorboten, Ausgabe 14

Gedanken zum „Coesfelder Kreuz“ 

Pfarrer Trautmann überreicht Coesfelder Kreuze an die SchwesternZeitlebens blieb der aus Dülmen stammende Gründer der Seelsorgeschwestern von Caraveli, Bischof Friedrich Kaiser (1903-1993), seiner münsterländischen Heimat verbunden: Hier ist er aufgewachsen und auch von klein auf religiös geprägt worden. Denn auch eine Landschaft bzw. eine Kulturlandschaft kann die spirituelle Mentalität eines Menschen beeinflussen. „Das Münsterland ist altes Kirchengebiet“, so bemerkte der berühmte Erzähler Werner Bergengruen, als er 1933 mit dem Fahrrad Westfalen bereiste und später in seinem Buch „Deutsche Reise“ auch Dülmen beschrieb. „An Landstraßen und Wegekreuzungen, vor den einsamen Bauernhöfen stehen die Bildstöcke, der Gekreuzigte, die Muttergottes, Sankt Antonius; wunderbare Beseelung der Landschaft, die Natur wird der Gnade unterstellt.“

Hier im Münsterland werden seit jeher ganz besondere Kreuzesdarstellungen verehrt – nämlich sogenannte Gabelkreuze. Es gibt diese holzgeschnitzten mittelalterlichen Passionsdarstellungen etwa in Haltern St. Sixtus, Bocholt St. Georg oder Schöppingen St. Brictius. Aber keines von diesen Kreuzen erfasst das Leiden und Sterben Jesu in so einmalig drastischer Weise wie das „Coesfelder Kreuz“ in St. Lamberti in Coesfeld. Die selige Anna Katharina Emmerick, an deren Grab der junge Friedrich Kaiser oft gebetet und innerlich gerungen hat, wurde gerade durch dieses eindringliche Passionsbild inspiriert. Auf ihrem früheren Grab an der heutigen Kreuzkirche steht heute eine moderne Nachbildung des markanten Gabelkreuzes, allerdings mit einem bronzenen Korpus. Eine sandsteinerne Nachbildung finden wir vor der Merfelder Kirche.

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Auf den Spuren seines Vorgängers

Bericht vom 22. Februar 2018

 

IMG 3101Erst im vergangenen Sommer wurde er als Bischof von Caraveli in den peruanischen Hochanden in sein Amt eingeführt – und schon nutzte er seinen ersten Heimaturlaub in Deutschland, um den Geburtsort seines Vorvorvorgängers Friedrich Kaiser aufzusuchen: Reinhold Nann, geboren  1960 und eigentlich Priester des Erzbistums Freiburg, ist seit August 2017 der vierte Nachfolger des aus Dülmen stammenden Missionsbischofs. Nachdem er am Mittwoch dem Orden der Herz-Jesu-Missionare in Münster-Hiltrup einen Besuch abgestattet hatte, begab sich der frischgebackene Bischof am Donnerstag nach Dülmen.

Hier ließ er sich von Pfarrer Markus Trautmann die Viktorkirche zeigen: An dieser Stätte wurde Friedrich Kaiser 1903 getauft, 1916 gefirmt und 1963 zum Bischof geweiht. Im Anschluss führte Pfarrer Peter Nienhaus den Gast durch die Kreuzkirche bzw. durch die Emmerick-Gedenkstätte.

Von Bischof Kaiser hörte Reinhold Nann erstmals, als er im vergangenen Jahr seinen neuen Sprengel bzw. seinen neuen Amtssitz aufsuchte. Dort, in Caravelì, haben die „Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Jesus“ ihren Sitz und betreuen die Grabstätte ihres Gründers. „Bischof Kaiser war eine interessante Persönlichkeit“ – das hat der neue Bischof schon festgestellt. „Er hat sich auf ganz eigene Weise der pastoralen Not des Priestermangels gestellt und einheimische Frauen befähigt, als Seelsorgerinnen eigenverantwortlich und selbstbewusst unter den Menschen zu wirken.“

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„Ein Dülmener Dickkopf gibt nicht auf!“

Info vom 16. Februar 2018

Ein Dülmener Dickkopf gibt nicht auf!„Heilige, auch wenn es nur wenige sind, verändern die Welt.“ Mit  diesem Gedanken von Papst Benedikt XVI. endete die 2011 im Laumann-Verlag Dülmen erschienene Biographie Friedrich Kaisers. Inzwischen hat ein anderer das Petrusamt angetreten: Papst Franziskus.

Als der frischgewählte Papst zum ersten Mal von der Balustrade des Petersdoms zu den Menschen sprach, bemerkte er schmunzelnd, mit seiner Wahl haben die Kardinäle ihn „vom Ende der Welt“ nach Rom geholt. Damit meinte er Argentinien und den ganzen südamerikanischen Kontinent. Die Lebensbeschreibung Bischof Kaisers will einen Glaubenszeugen und damit die ihn umgebenden Menschen „vom Ende der Welt“, nämlich aus Peru, in unser Bewusstsein bringen.

Ein weiteres Wort des neuen Papstes machte bald die Runde, an alle Christen und besonders an die Priester gerichtet: „Geht an die Grenzen!“ Dies wollte Friedrich Kaiser. Auch nach seiner Ausreise nach Südamerika lebte er viele Jahre in dem wehmütigen Bewusstsein, dass er in der relativ gut situierten Pfarrseelsorge der Großstadt Lima noch nicht in das „eigentlich“ ihm zugedachte Seelsorgefeld gefunden hatte – bis ihn der von ihm so bezeichnete „Ruf aus den Anden“ ereilte.

Noch ein drittes Wort unseres Papstes sei hier genannt: Papst Franziskus sprach beim Besuch der Flüchtlingsinsel Lampedusa von einer „Globalisierung der Gleichgültigkeit“. Das vorliegende Buch will einen kleinen Beitrag leisten zu einer Globalisierung der Anteilnahme und der Solidarität mit den Gläubigen „am Ende der Welt“. Der Dülmener Friedrich Kaiser kann hierbei ein Brückenbauer sein.

Die Auflage von „Ein Dülmener Dickkopf gibt nicht auf“ ist seit geraumer Zeit vergriffen. Bis es zu einer erweiterten zweiten Auflage seiner Lebensbeschreibung kommt, wird das Werk online der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Dülmen, im Februar 2018
Markus Trautmann

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Papst besucht Peru

Bericht vom 21. Januar 2018

 

Die Missionsschwestern auf dem Weg zum PapstAm 19. Januar 2018 betrat ein hoher Gast peruanischen Boden: Papst Franziskus. Wenngleich der Heilige Vater seine Besuche als Pastoralreisen begreift, so scheut er doch nicht deutliche Worte zu politischen und gesellschaftlichen Themen. In Lima übte Franziskus gegenüber dem peruanischen Staatspräsidenten Kritik an der Umweltzerstörung sowie an der Korruption in Südamerika: "Wir müssen auch auf diese andere Verschmutzung der Umwelt achten, die nach und nach alle lebenswichtigen Strukturen vergiftet – die Korruption. Welchen Schaden richtet dieses gesellschaftliche Virus bei unseren Völkern Lateinamerikas an und bei den Demokratien dieses gesegneten Kontinents? Ein Phänomen, das alles ansteckt, und unsere Mutter Erde und die Armen sind oft die größten Leidtragenden."

Bischof Friedrich Kaiser und Papst Johannes Paul II.

Es ist die dritte Reise eines Papstes nach Peru. Zuletzt war Johannes Paul II. 1988 in Peru, davor 1985. Damals, als der Papst vom 1. bis 5. Februar 1985 insgesamt acht peruanische Städte besuchte, kam es bald nach seiner Ankunft in Lima auch zu einer Begegnung mit Bischof Friedrich Kaiser. Beim nächsten Mal, als Papst Johannes Paul II. im Mai 1988 nach Peru kam, war Friedrich Kaiser gerade erst an einem Schlaganfall erkrankt und gesundheitlich schwer angeschlagen.

„Heimat“ – aktuell und zeitlos zugleich

Bericht vom 5. November 2017

Bischof Friedrich Kaiser blieb Dülmen verbunden

BriefeDer Begriff „Heimat“ ist populär wie lange nicht mehr. In Nordrhein-Westfalen gibt es neuerdings ein „Heimat-Ministerium“; Ähnliches ist auch in anderen Bundesländern bzw. auf Bundesebene geplant. Der Heimat verbunden sein, das kann man auch, wenn man irgendwo in der weiten Welt lebt. Ein gutes Beispiel für ein solches heimatliches Bewusstsein war Bischof Friedrich Kaiser – in seinem Fall: in fernen Peru.

„Trotz des langen Aufenthaltes im fernen Peru ist Bischof Kaiser jedoch ein Dülmener mit Leib und Seele geblieben.“ Mit dieser Aussage schmeichelte die Hiltruper Missionsschwester Willibrordis Bonefeld (1907-2002) ihre Zuhörer in der Dülmener Pfarrkirche Heilig Kreuz. Ende August 1987 war sie mit drei weiteren südamerikanischen Ordensfrauen zu Gast in Dülmen, um von der Arbeit und dem Wirken des mittlerweile hochbetagten Friedrich Kaiser zu berichten. „Wenn er etwas von Dülmen hört, so ist das seine größte Freude“, meinte Schwester Willibrordis und fügte hinzu: „Das ist ein echter Dülmener.“ Nach ihren Aussagen sei der Bischof sehr heimatverbunden und lese sogar regelmäßig die Dülmener Heimatblätter, so ein Bericht in der „Dülmener Zeitung“.

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