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„Heimat“ – aktuell und zeitlos zugleich

Bericht vom 5. November 2017

Bischof Friedrich Kaiser blieb Dülmen verbunden

BriefeDer Begriff „Heimat“ ist populär wie lange nicht mehr. In Nordrhein-Westfalen gibt es neuerdings ein „Heimat-Ministerium“; Ähnliches ist auch in anderen Bundesländern bzw. auf Bundesebene geplant. Der Heimat verbunden sein, das kann man auch, wenn man irgendwo in der weiten Welt lebt. Ein gutes Beispiel für ein solches heimatliches Bewusstsein war Bischof Friedrich Kaiser – in seinem Fall: in fernen Peru.

„Trotz des langen Aufenthaltes im fernen Peru ist Bischof Kaiser jedoch ein Dülmener mit Leib und Seele geblieben.“ Mit dieser Aussage schmeichelte die Hiltruper Missionsschwester Willibrordis Bonefeld (1907-2002) ihre Zuhörer in der Dülmener Pfarrkirche Heilig Kreuz. Ende August 1987 war sie mit drei weiteren südamerikanischen Ordensfrauen zu Gast in Dülmen, um von der Arbeit und dem Wirken des mittlerweile hochbetagten Friedrich Kaiser zu berichten. „Wenn er etwas von Dülmen hört, so ist das seine größte Freude“, meinte Schwester Willibrordis und fügte hinzu: „Das ist ein echter Dülmener.“ Nach ihren Aussagen sei der Bischof sehr heimatverbunden und lese sogar regelmäßig die Dülmener Heimatblätter, so ein Bericht in der „Dülmener Zeitung“.

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Auf den Spuren Friedrich Kaisers

Oder: Eine Reise in die Vergangenheit

Heute: Vussem bei Mechernich / Reisebericht vom 27. und 28. März 2017 / Foto: Peter Plützer, Vussem

 

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Irgendwo zwischen Euskirchen und Köln sitze ich im Zug. Plötzlich: Eine Störung wird per Lautsprecher mitgeteilt. Der Zug hält. Ich schaue in die weite Landschaft. Ich habe Zeit, Zeit nachzudenken. Ich denke an die letzten zwei Tage. Ich komme soeben zurück aus einer anderen Zeit, bin sozusagen auf der Heimkehr von einer Zeitreise. Meine kleine Exkursion führte mich in die Voreifel, nach Mechernich, genauer: in den kleinen Weiler Vussem. Hier war Bischof Friedrich Kaiser einst, vor über 90 Jahren, als Novize im Missionshaus der Hiltruper Herz-Jesu-Missionare.



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Auf den Spuren Friedrich Kaisers

Oder: Eine Reise in die Vergangenheit

Heute: Paderborn / Reisebericht vom 22. Februar 2017 

Paderborner DomEs ist der 22. Februar, ein regnerischer Tag. Gerade haben wir in St. Viktor den Festgottesdienst „Kathedra Petri“ gefeiert. Die Lesung aus dem Ersten Petrusbrief mahnt die Vorsteher der jungen christlichen Gemeinden: „Sorgt als Hirten für die euch anvertraute Herde Gottes; seid nicht Beherrscher eurer Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde!“ Das passt ja, finde ich, bei der Spurensuche eines späteren Bischofs, der sich einmal bis zur Selbstverleugnung für die Gemeinden der Andenbewohner im fernen Peru einsetzen würde. Doch bis dahin war es ein weiter Weg, und eine erste Etappe war am 6. Januar 1919 die Abreise Friedrich Kaisers aus Dülmen und der Eintritt ins Internat der Herz-Jesu-Missionare in Hiltrup bei Münster. Auf demselben Gleis soll heute auch meine Exkursion starten. Ganz durchnässt, weil auf dem Fahrrad, komme ich am Dülmener Bahnhof an. Um 9.01 Uhr verlässt mein Zug Dülmen und setzt sich Richtung Münster in Bewegung. Dort habe ich eine gute Viertelstunde Aufenthalt, dann nehme ich um 9.40 Uhr die „Ems-Börde-Bahn“, die – über Hamm, Soest und Lippstadt – direkt nach Paderborn fährt.



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Vortrag über Bischof Friedrich Kaiser

Info vom 10. November 2016

 

VortragPfarrer Markus Trautmann, der sich seit einigen Jahren intensiv mit dem aus Dülmen stammenden Missionar Friedrich Kaiser beschäftigt, referierte am Mittwoch, 9. November 2016, in einem Bildervortrag über das Leben und Wirken des Bischofs. Er zeigte anhand vieler historischer und aktueller Fotos wie auch Illustrationen den biographischen Weg des Glaubenszeugens auf:

seine Kindheit und Ausbildungszeit in Dülmen, die Priesterausbildung in Vussem, Oeventrop und Hiltrup, Kaisers Ausreise nach Peru sowie seine dortige Gründung der Gemeinschaft der »Missionsschwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland«, die Besuche in der Heimat und auch seine Bischofsweihe in St. Viktor bis hin zum Tod 1993 im hohen Alter von 90 Jahren.

Ebenso erhielten die Zuhörerinnen einen Einblick in die Arbeit der Schwestern in den entferntesten und entlegensten Gebieten Perus, die praktisch als pastorales Niemandsland und soziales Notstandsgebiet gelten.

Eingeladen zu diesem Abend hatte die kfd St. Viktor, die seit vielen Jahren in ihren Gottesdiensten um Geldspenden für die „Bischof-Kaiser-Stiftung“ bittet.

"Der Vortrag war eine sehr lebendige und kurzweilige Darstellung, die auch viele historische Hintergründe bereithielt.", zeigte sich die kfd-Vorsitzende Anna Gress begeistert.

Bilderbuch über den Missionar Friedrich Kaiser

Bericht der bischöflichen Pressestelle Bistum Münster vom 27. September 2016 

BuchvorstellungBereits zum dritten Mal in zwei Jahren legt der dialog-Verlag Münster ein "Bilderbuch für Jung und Alt" vor. Es beschreibt auf 40 Seiten, leicht verständlich und mit farbenfrohen Grafiken bestückt, das Leben des aus Dülmen stammenden Herz-Jesu-Missionars Friedrich Kaiser.

Dieser, 1903 geboren und 1993 in Lima gestorben, wanderte 1939 nach Peru aus und wirkte ab 1958 als Seelsorger bei den Indios in den Hochanden.

 "Die Kleinschrift soll preiswert sein und einen großen Leserkreis in Deutschland erreichen, um Friedrich Kaiser im Zugehen auf dessen Seligsprechung bekannter zu machen", erklärt Christiane Daldrup, Mitglied im Öffentlichkeitsausschuss der Dülmener Gemeinde St. Viktor. Sie hat die Illustrationen von Bärbel Stangenberg aus Wachtendonk und die Texte des Dülmener Pfarrers Markus Trautmann in eine originelle Seitengestaltung gebracht. Neben den kindgerechten Aquarellmotiven gehören auch zahlreiche Fotos und erklärende Themenkästen zum Konzept des quadratischen Büchleins.

"Eine besondere Herausforderung war die Recherche von historischen Details, um die Bildmotive authentisch, aber auch spannend zu gestalten", erläutert Bärbel Stangenberg. Wie waren Kinder vor dem Ersten Weltkrieg gekleidet? Oder welche Szene fasst gut den Alltag in einem Indio-Dorf zusammen? "Wir konnten einige schöne Fotos als Vorlage auch aus der Kindheit Friedrich Kaisers auftreiben", sagt Daldrup, das früheste von 1910. Allerdings sei das Buch nicht einfach historisch oder nostalgisch-verklärend ausgerichtet.

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Frohe Begegnung bei sommerlichen Temperaturen

Bericht vom 26. August 2016

Enthüllung GedenktafelÜber 60 Interessierte hatten sich am Abend des 26. August zum 5. Spirituellen Dülmener Stadtgang eingefunden, den die FBS Dülmen in der warmen Jahreszeit einmal im Monat anbietet. Diesmal ging es zum Waldfriedhof, wo neuerdings eine Info-Tafel über den Namensgeber der „Bischof-Kaiser-Straße“ Auskunft gibt. Nach einem Gang zu den Priestergräbern des Friedhofs fand in den Räumlichkeiten der Friedhofshalle die Vorstellung einer neuer Internet-Plattform statt. Diese informiert künftig über das Leben von Bischof Friedrich Kaiser (1903-1993) sowie über das Wirken der  von Bischof Kaiser 1961 ins Leben gerufenen „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“. Aus ihren Reihen konnten im Rahmen des Spirituellen Stadtgangs zwei Gäste aus dem fernen Peru begrüßt werden: Während Schwester Flavia die Enthüllung der Info-Tafel vornahm, setzte Schwester Inmaculata den nötigen Mausklick, damit die neue Website "www.bischof-friedrich-kaiser.de" online gehen konnte.
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„Christus und sein Reich!“

Info vom 6. August 2016

 

Primizbild aufgetaucht

PrimizbildEin wichtiges Standbein der Dülmener Kinder- und Leprahilfe Andheri e.V. ist seit vielen Jahren die Veranstaltung von Trödelmärkten bzw. der monatliche Verkauf von gebrauchtem Hausrat in der Paul-Gerhardt-Schule. Die Erlöse kommen der Schwesterngemeinschaft „Helpers of Mary“ zugute, die sich seit vielen Jahren für die Armen in Indien und speziell in Andheri engagiert. Lepra und Hunger sind nur zwei der Probleme, die vor Ort von den Ordensschwestern bekämpft werden. Da ist jede Unterstützung willkommen, eben auch die Einnahmen durch „second-hand-Artikel“ und Trödel. Doch nicht alles findet Abnehmer und lässt sich in bare Münze umsetzen: etwa die vielen Gebets- und Andachtsbücher, die mit so manchem Nachlass in den Trödelkeller der Andheri-Hilfe gelangen. „Die Leute scheuen sich, religiöse Gegenstände wegzuschmeißen“, weiß Karl Schönhaus zu berichten, der den Trödelbestand betreut. Denn diese Dinge gehörten zum Leben der Eltern oder Großeltern, erst recht die vielen Andachtsbildchen, die sich in so manchem Gebetbuch wie dem „Schott“ oder „Laudate“ oder „Gotteslob“ angesammelt haben: Totenbildchen von Angehörigen, Andenken an die Osterkommunion oder die Volksmission, sonstige Erinnerungsbildchen. Nun hat Karl Schönhaus einen besonders bemerkenswerten Andenkenzettel gefunden: das Primizbild von Friedrich Kaiser, das anlässlich seiner Priesterweihe (am 10. August 1932 im Paderborner Dom) und seiner Heimatprimiz (am 21. August 1932 in der Dülmener Viktorkirche) gedruckt und verteilt wurde. „Uns war gar nicht bekannt, dass ein solches Andenken existiert hat“, meint Pfarrer Markus Trautmann. Das kleine Bildchen zeigt als Scherenschnitt die Aufnahme Mariens in den Himmel und einen dreizeiligen Gruß an die Gottesmutter. Der Textteil auf der anderen Seite des Gedenkbildchens beginnt mit dem Primizspruch des Neupriesters: „Christus und sein Reich!“ – Ebenfalls eindrucksvoll ist das kurze Gebet „Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue auf dich“ mit der Anmerkung: „Letztes Gebet meiner Mutter“. Diese, Wilhelmine Kaiser geb. Depel, war 1928 verstorben. 

 

Ein Bilderbuch entsteht

Info vom 8. Juli 2016

Ein Bilderbuch entstehtEnde September 2016 ist es so weit: Dann erscheint ein neues „Bilderbuch für Jung und Alt“ über den Dülmener Friedrich Kaiser. Die farbenfrohen Bilder sind von der Grafikerin Bärbel Stangenberg angefertigt worden. Sie lässt uns mal über die Schulter schauen, damit man sieht, wie ein Bild entsteht. Das ausgewählte Beispiel zeigt Friedrich Kaiser als Schuljungen auf dem Weg zur Josefschule, die hinter dem Lüdinghauser Tor lag.

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Ausmalbild für Kinder

Info vom 23. Juni 2016

AusmalbildWie schon angekündigt, wird im Herbst ein „Bilderbuch für Jung und Alt“ über Friedrich Kaiser auf den Büchermarkt gebracht. Schon jetzt liegt das von der Grafikerin Bärbel Stangenberg gestaltete Titelbild als Ausmalbild für Kinder vor: Es zeigt im Vordergrund den aus Dülmen stammenden Missionsbischof, im Hintergrund einen Indiojungen mit einem Lama.

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Auf den Spuren von Bischof Kaiser

Info vom 31. Mai 2016

 

Besonderer Stadtrundgang stößt auf großes Interesse

Spiritueller StadtgangMehr als 30 Interessierte wandelten jetzt auf den Spuren von Friedrich Kaiser. Rund 90 Minuten dauerte der „Spirituelle Stadtgang“ mit Pfarrer Markus Trautmann, zu dem die Familienbildungsstätte eingeladen hatte. 

Am Rathaus wurde beispielsweise die heute noch erhaltene Geburtsurkunde Friedrich Kaisers vorgestellt, unterzeichnet am 27. Mai 1903 vom damaligen Standesbeamten Heiming. Der Beruf des Vaters wird darin als „Tischlergehülfe“ angegeben. Eine weitere wichtige Station im Leben von Friedrich Kaiser war die St.-Viktor-Kirche, wo er getauft und gefirmt wurde. Trautmann stellte auch einen Zeitungsbericht über eine feierliche Liturgie mit Friedrich Kaiser in St. Viktor im Jahr 1961 vor: „So war der feierliche Gottesdienst für Dülmen ein seit dem tausendjährigen Bestehen der Gemeinde noch nicht erlebtes festliches Ereignis, das fast anderthalbtausend Gläubige jeden Alters und Standes in die Viktorkirche zog.“ Am Sterbehaus der Emmerick erfuhren die Exkursionsteilnehmer von der innigen Verehrung der 2004 Seliggesprochenen durch Friedrich Kaiser. Eine weitere Station war etwa auch das Elternhaus von Friedrich Kaiser. 

Zum Abschluss des Rundgangs wurden Spenden gesammelt für die von Bischof Kaiser gegründete Schwesterngemeinschaft von Caravelí.

eine Bilder-/Textreihe zum Rundgang finden Sie hier >>>